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Pensionsrecht: FSG-GÖD fordert Abschlagsfreiheit auch für BeamtInnen

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Heute Nacht im Parlament wurde etwas Großartiges beschlossen: Wer mindestens 45 Jahre gearbeitet hat (= 540 Beitragsmonate erworben hat), wird nicht mehr mit lebenslangen Pensionsabschlägen bestraft. Bisher hat gegolten: Auch wenn jemand 45 Jahre oder länger gearbeitet hat, musste er/sie bei einem Pensionsantritt vor dem Regelpensionsalter (Männer 65 Jahre, Frauen 60 Jahre) massive Abschläge hinnehmen. Diese Ungerechtigkeit wurde jetzt auf Antrag der SPÖ im Nationalrat beseitigt. Wer 45 Jahre gearbeitet hat, hat bei folgenden Pensionsarten (Antritt ab 1. Jänner 2020) keine Abschläge mehr: • Langzeitversichertenpension: Abschläge von bis zu 12,6% – abgeschafft!
Schwerarbeitspension: Abschläge von bis zu 9% – abgeschafft!
Invaliditätspension: Abschläge von bis zu 13,8% – abgeschafft!

Kindererziehungszeiten werden im Ausmaß von bis zu 5 Jahren (60 Monaten) angerechnet. Auch die Abschläge von bis zu 13,8% beim Sonderruhegeld nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz gehören nun der Vergangenheit an. Das ist ein großer Erfolg, den wir wirklich feiern können. Darüber hinaus fordern wir als FSG in der GÖD, dass auch die Abschlagsfreiheit bei Ruhestandsversetzungen von BeamtInnen analog den oben stehenden Beschlüssen umgesetzt wird.

Mit freundschaftlichen Grüßen Hannes Gruber FSG-GÖD Bundesfraktionsvorsitzender GÖD Vorsitzender-Stv.

Aufruf zur Demo gegen Sozialabbau 21.9.2019

Die Zahl rechtsextremer Aktivitäten von FPÖ-Politikern ist stark gestiegen. Noch nie hat es so viele neue Skandale gegeben. Von 2013 bis 2018 konnte das Mauthausen Komitee Österreich 106 sogenannte „Einzelfälle“ einwandfrei dokumentieren. Seither – in nur rund einem Jahr – waren es bereits 63. Das heißt, es gab mehr als eine rechtsextreme Aktivität pro Woche. Die Dokumentation aller Fälle steht jetzt zum Download zur Verfügung: „Die FPÖ und der Rechtsextremismus. Viele Einzelfälle = Ein Muster“
   DEMO GEGEN SOZIALABBAU  Am 21. September 2019 findet in Wien eine Demonstration gegen Rassismus, Sozialabbau und Klimazerstörung statt. Das Motto: „Nie wieder Schwarz-Blau“. Beginn ist um 14 Uhr am Christian-Broda-Platz, 1060 Wien (U3/U6, Station Westbahnhof). Die FSG trifft sich um 13:30 Uhr in der Mariahilfer Straße, Ecke Stumpergasse. Teile diesen Termin mit deinen FreundInnen, KollegInnen und Bekannten.
 WAHL WIRD AM WAHLTAG ENTSCHIEDEN  Die GewerkschafterInnen in der SPÖ starteten diese Woche mit SPÖ-Vorsitzender Pamela Rendi-Wagner in die entscheidende Phase des Wahlkampfs. Mit aller Kraft muss verhindert werden, dass es zu einer weiteren Auflage von Türkis-Blau kommt. „Wir werden aufholen, und die Menschlichkeit wird siegen“, sagte Rendi-Wagner. Einen Bericht darüber gibt es auf fsg.at   • Fotogalerie von der VeranstaltungVideo mit Forderung zu PensionenInfos zum Programm und zu den KandidatInnen  
 BILANZ ÜBER TÜRKIS-BLAU: ARBEITNEHMERiNNEN VERDIENEN MEHR RESPEKT  Noch im Nachhinein stößt einem sauer auf, was Spenden-Kanzler Sebastian Kurz in seiner Amtszeit den arbeitenden Menschen alles zumutete. Aber auch viele Aussagen ließen aufhorchen. Eine Auswahl zum Nachlesen gibt es jetzt in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift „FSG direkt“. Hier klicken und gleich reinschauen!

NEUSTART!

Der Nationalrat hat heute der ÖVP-Alleinregierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz mehrheitlich das Misstrauen ausgesprochen. Eingebracht wurde dieser Antrag von der SPÖ. Die Politik des absoluten „Drüberfahrens“ ist damit vorerst beendet. Damit wurde auch der Weg frei gemacht für eine echte ExpertInnenregierung, die Österreich mit sicherer Hand zur Nationalratswahl im Herbst führen wird. Die Begründung des Antrags bzw. die Entwicklung bis zur heutigen Entscheidung gibt es jetzt unter www.fsg.at zum Nachlesen!
Wir sozialdemokratischen GewerkschafterInnen werden uns für einen sozialen Neustart in Österreich einsetzen. Wir stehen für einen starken Sozialstaat, für ein funktionierendes Gesundheitssystem, für mehr Steuergerechtigkeit und für eine fortschrittliche Gesellschaft. Wir sagen „Nein“ zu käuflicher Politik, wir wollen VerantwortungsträgerInnen, die ausschließlich der Bevölkerung verpflichtet sind.
Die sozialdemokratischen GewerkschafterInnen in Europa haben im EU-Wahlkampf großen Einsatz gezeigt. Dafür gebührt ihnen unser besonderer Dank!
Mit Evelyn Regner ist weiterhin eine starke Stimme für die ArbeitnehmerInnen im EU-Parlament vertreten. Es stehen große Herausforderungen an: Die EU muss soziale Gerechtigkeit noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Gemeinsam werden wir weiter für faire Löhne und Gehälter sowie für gute Arbeitsbedingungen kämpfen. Mehr lesen!
FREUNDSCHAFT   Rainer Wimmer – Bundesvorsitzender
Willi Mernyi – Bundesgeschäftsführer
und dein FSG-Team

Jour flex: FSG an der PH Wien

Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,

nachdem im Herbst 2019 die Personalvertretungswahlen anstehen, wollen wir – die FSG/PHW – euch zu einer ersten Vorbereitungssitzung herzlich einladen.

Ziel dieser Veranstaltung ist es, in Vorbereitung der DA/GBA-Wahl, Wahlthemen zu diskutieren, Kandidat*innen-Listen zu erstellen sowie Personen für die Wahlkommissionen zu finden.

Wir treffen uns dafür am 22. Mai 2019, um 18:00h im Gasthaus Zum Anningerblick. (Dr.-Eberle-Gasse 3, 1100 Wien)
Bis dahin ein herzliches – Freundschaft!

Barbara, Sybille, HP und Christian

Freinet-Pädagog*innen gegen Ziffernnoten und Sprachtests

Offener Brief der Kooperative Freinet Österreich –

Freinetgruppe Wien – Atelier Schule

An das
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung
Univ.Prof. Dr. Heinz Faßmann

Stellungnahme der Freinet-Fachtagung 2019
Auf unserer jährlichen Fachtagung beschäftigen wir uns immer mit der aktuellen bildungspolitischen Situation an den österreichischen Schulen. Mit diesem Schreiben möchten wir auf einige Neuerungen Bezug nehmen und Sie als Verantwortliche davon in Kenntnis setzen.

Freinetpädagog*innen wollen keine verpflichtende der Ziffernnoten-Beurteilung
Als Freinet-PädagogInnen wenden wir uns vehement gegen die verpflichtende Wiedereinführung der Ziffernnoten-Beurteilung. Ziffernnoten sind nicht in der Lage, objektiv den Leistungsstand eines Kindes abzubilden.
Wir begreifen Schule als Ort der Wissensvermittlung und -aneignung, an dem angstfreies, lustbetontes, forschendes, entdeckendes Lernen ermöglicht werden soll und wir meinen, dass die jetzt immer früher stattfindenden standardisierten Testverfahren dem entgegenwirken. („Teaching for the test“).
Wir wenden uns auch dagegen, dass u.a. durch den Zwang zur „Entindividualisierung“ unserer SchülerInnen, die im österreichischen Lehrplan verankerte Methodenfreiheit immer stärker eingeschränkt wird.

MIKA-D Testung mit gefährlichen Nebenwirkungen
Im Speziellen sehen wir eine große Gefahr bei der MIKA-D Testung. Unsere Kritik richtet sich weniger gegen das Testinstrument, das LinguistInnen nach wissenschaftlichen Forschungskriterien erstellt haben, sondern gegen die damit verbundenen Konsequenzen: Kinder entwickeln sich unterschiedlich, so auch in ihrem Spracherwerb. Dazu passt der Text von Celestin Freinet: Adler steigen keine Treppen.
Der Test als Messinstrument entscheidet über die Lernbiographie eines Kindes, was besonders in den NMS zum Tragen kommt, wenn dort Jugendliche beschult werden sollen, die zwei oder drei Jahre älter sind als ihre MitschülerInnen. Das führt neben individuellen auch zu sozialen Problemen im Klassenverband.
Die kurzfristige Aufforderung des Ministeriums, die MIKA-D-Testung ohne Zurverfügungstellung zusätzlicher Ressourcen an den Schulen durchzuführen, sehen wir als Geringschätzung unserer Arbeit. Denn wie werden diese Testungen durchgeführt? Die verpflichtende Einschulung soll zusätzlich unbezahlt erfolgen, Doppelbesetzungen werden zeitweise aufgelöst, spezieller Förderunterricht kann nicht stattfinden, weil LehrerInnen für die Testungen abgezogen werden. Den Hinweis, die Stunden soll mit dem Topf C (im alten Dienstrecht) gegengerechnet werden, empfinden wir als zynisch, nachdem das Schuljahr schon sehr weit fortgeschritten ist.
Abschließend halten wir fest, dass wir Schulautonomie anders verstanden wissen wollen, denn als Instrument, um damit Kürzungen zu exekutieren.

Beschlossen von der Vollversammlung der Fachtagung Freinetpädagogik im Schloss Zeillern am 15.4.2019

Dieser Brief ergeht ebenso an sämtliche Bildungsdirektionen
Rückfragen an den Vorstand der Kooperative Freinet Österreich: freinet.central@gmx.at

AK Wahlen 2019 erfolgreich abgeschlossen

Die AK-Wahlen sind geschlagen. Die FSG hat in sieben Bundesländern dazugewonnen und in ebenso vielen Bundesländern ihre klaren Mehrheiten mit Ergebnissen zwischen 60,7 und 77,6 Prozent verteidigt. Das Plus beträgt knapp 80.000 Stimmen bzw. 21 Mandate (nach vorläufigem Ergebnis).

Die großen Verlierer sind die christlichen Gewerkschafter (FCG ÖAAB) mit einem Minus in sechs Ländern. Sie haben den arbeitnehmerInnenfeindlichen Kurs der Bundesregierung weitgehend mitgetragen.

Wir gratulieren allen Wahlkampfteams zu ihren sensationellen Erfolgen.

Zur Übersicht aller AK-Wahl-Ergebnisse

Lernt zählbar zu werden

Der „Masterplan Digitalisierung“ der Bundesregierung im Bildungsbereich wurde Anfang März 2019 vom bmbwf der Öffentlichkeit vorgestellt. Manches ist bereits aus dem Konzept „Schule 4.0“ der vorhergehenden Regierung bekannt, manches ging scheinbar „verloren“. Der vorliegende „Masterplan“ endet mit der Überschrift „Umsetzung notwendig aber keine Wunder erwarten“.

Niemand bezweifelt, dass der technologische Fortschritt und die damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt und der Gesellschaft auch im Bildungsbereich Entwicklungen erfordert. Leider oder auch wie zu erwarten war, ist der „Masterplan“ nur auf Vermittlung von technologischen Fertigkeiten zwecks Verbesserung der Mensch-Maschine Kommunikation und Verstärkung der Administration via EDV ausgerichtet. Letzteres erhöht die Sammlung von Daten, die dann wiederum als Grundlage für statistisch basierte Lenkungssysteme (zur Verwirrung der Menschen wird das „Künstliche Intelligenz“ genannt, dienen. Die bereits bemerkbaren gesellschaftlichen Auswirkungen sind kein spezielles Thema. Sicherlich ist zu begrüßen, wenn Roboter die Arbeit – vor allem unangenehme Arbeit – übernehmen. Es wird in Expertisen davon ausgegangen, dass etwa 40% der Tätigkeiten in der Arbeitswelt automatisiert werden können. Es ist daher notwendig seitens des Staates entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und dabei die sozialen Probleme nicht aus den Augen zu verlieren und entsprechende Antworten zu finden. Dies bedeutet einen gesellschaftlichen Diskurs – auch im Bildungsbereich – zu führen.

Es gibt bereits eine erste Antwort auf den „Masterplan“: Das interfakultäre Forum Innsbruck Media Studies (IMS) hat letzte Woche eine Erklärung veröffentlicht, die die einseitige Sichtweise der Regierung kritisiert und auf relevante gesellschaftliche Aspekte verweist. Die Erklärung ist hier Online und das IMS lädt ein diese durch Unterstützungserklärungen (ebenfalls online möglich) zu stärken. Ich kann mich dem nur anschließen und ersuchen ein Zeichen durch die Unterschrift zu setzen.

Literaturempfehlung:

Literaturempfehlung:
Werner Rätz, Dagmar Paternoga, Jörg Reiners, Gernot Reipen (Hg.), DIGITALISIERUNG? GRUNDEINKOMMEN! , Berlin 2019, Mandelbaum Verlag

BEIGEWUM, Umkämpfte Technologien – Arbeit im digitalen Wandel, Hamburg 2018, VSA

Kommentar von außen

Letzten Donnerstag hat sich die allwöchentliche Donnerstags-Demo also speziell dem Thema Bildung gewidmet. Meinem Sohn, der keine Lust hatte nochmals die Wohnung zu verlassen um demonstrieren zu gehen, musste ich darauf einschwören, dass es manchmal notwendig ist für ein Anliegen, das einem wichtig ist, seine Stimme zu erheben. Auch dann, wenn es gerade nicht gemütlich ist oder in den Zeitplan passt. Neben anderen kritikwürdigen Vorhaben der politischen EntscheidungsträgerInnen treffen ihn und alle anderen Kinder die geplanten und bereits durchgeführten Umwälzungen im Bildungsbereich nämlich ganz besonders.
Bei der letzten Elternvereinssitzung der Schule meines Sohnes ging es dann auch um ebendiese Änderungen und die konkreten Auswirkungen des sogenannten Pädagogik-Pakets 2018 und des Bildungsreform-Gesetzes 2017 für unsere Kinder. Wir als Eltern konnten dabei jedoch wieder keine Auskunft darüber bekommen, ob z.B. eine Weiterführung der Mehrstufenklassen im kommenden Schuljahr überhaupt möglich sein wird. Bei den sogenannten MSK-Klassen handelt es sich um ein sehr erfolgreiches Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichtens, welches bereits seit vielen Jahren an immer mehr Wiener Volksschulen Anklang findet. In diesen Klassen verkommt das an den Bildungsinstitutionen immer wieder vorgebrachte „Individualisieren und Differenzieren“ nämlich nicht zu einem bloßen Stehsatz, sondern wird tagtäglich gelebt. Dafür bedarf es aber natürlich auch der entsprechenden personellen Ausstattung und Ressourcen. Mehrstufenklassen werden auch nicht offiziell abgeschafft werden, da sie einfach zu erfolgreich sind und die Zufriedenheit aller Beteiligten (SchülerInnen, PädagogInnen, Eltern) extrem hoch ist. Allein es reicht der Entzug von personellen Ressourcen mit Verweis auf die Schulautonomie, um ein Weiterführen dieser Klassen de facto zu verunmöglichen.
Wir als besorgte Eltern, aber auch die PädagogInnen werden hier mit dem Verweis auf Schulautonomie und ungewisse, aber wohl gekürzte, Ressourcenverteilung im Unklaren darüber gelassen, wie der Schulbetrieb im nächsten Jahr konkret aussehen wird. Eine Planungssicherheit gibt es also weder für die Kinder und ihre Eltern noch für die PädagogInnen, die für das Funktionieren des Betriebes notwendig sind.
Meine Wahrnehmung ist es, dass zurzeit ein Verhandlungspoker zwischen Bund und Ländern um Kosten und Ressourcenfinanzierung stattfindet, der auf dem Rücken der PädagogInnen, Eltern und vor allem SchülerInnen ausgetragen wird.
Den Befürchtungen der PädagogInnen, die den Schulbetrieb tagtäglich am Laufen halten und diese Sorgen auch oftmals artikulieren, wird politisch kaum Gehör geschenkt. Dies ist schon allein daran erkennbar, dass noch bei bisher keiner Bildungsreform Vorschläge von praktizierenden PädagogInnen tatsächlich ernst genommen worden wären. Ein Grund dafür könnte sein, dass sie vom Schulsystem bis zu einem gewissen Grad abhängig sind und sich oft genug den gegebenen Rahmenbedingungen gebeugt haben und auch immer wieder beugen müssen.
Umso mehr muss es die Bestrebung besorgter Eltern sein hier mit starker Stimme zu sprechen und „Nein“ zu Einschnitten im Bildungssystem zu sagen. Bildung darf kein Spielball der Politik sein. Eltern sind eine nicht unerhebliche WählerInnengruppe und können einen starken öffentlichen Druck aufbauen, wenn sie sich entsprechend formieren und organisieren und ungeachtet ihrer sonstigen politischen Einstellungen mit geeinter Stimme sprechen. Erste zarte Bestrebungen diesbezüglich gibt es, jedoch bedarf es kollektiv mehr Anstrengung unsererseits, um hier auch als politischer Faktor tatsächlich wahrgenommen und ernstgenommen zu werden.
Meinen Kindern möchte ich sagen können, dass jeder und jede Einzelne es sehr wohl in der Hand hat,
eine Veränderung herbeizuführen oder auch nur anzustoßen. Manchmal muss man dafür aber aus
seiner Komfortzone heraustreten und sich vor allem auch positionieren und für etwas eintreten.

Mag. Stefan Knapp

DO! 17.1.2019 Bildungsdemo!

Der SLÖ-PH Wien ruft zur Teilnahme an der Donnerstagsdemo am 17.1.2019 in Wien auf!

Kritik des SLÖ PH Wien am „Pädagogikpaket“ ist hier nachzulesen.

Treffpunkt: 18 Uhr – Landstraßer Hauptstraße 26, 1030 Wien

Gemeinsam mit der IG DaZ DaF Basisbildung (IG Arbeitsbedingungen DAZ Basisbildung – Organisierung gegen Ausbeutung) und weiteren kritischen Bildungsinitiativen sowie mit Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern, die für gleichberechtigten Zugang zu guter Bildung für Alle kämpfen, rufen wir einander und auch allen, die noch nicht dabei sind, zu:

Demo bildet! Bildet Demos!

Vielstimmig wehren wir uns gegen die Bildungspolitik dieser Regierung. Denn die Bildung, die wir wollen, ist keine Ware und auch kein Allheilmittel. Sie gehört nicht dem Markt und nicht den Eliten. Sie soll aus uns weder produktive Arbeitskräfte noch vereinheitlichte Menschen machen.

Die Bildung, die wir wollen und für die wir gemeinsam kämpfen, bringt Inklusion statt Ausgrenzung, stärkt die Vielstimmigkeit und macht Schluss mit dem Deutsch- und Einheitswertezwang.

Die Bildung, die wir wollen, macht solidarisch, frei und widerständig, nährt unser Begehren nach Wissen und Veränderung. Sie lehrt uns, die gewaltvollen Verhältnisse zu beenden.

Wir sind jetzt zusammen und zusammen lernen und kämpfen wir. Wir bilden Demos, bilden uns weiter, auch auf Demos, wir bilden Versammlungen und Aktionen, Unterstützungsgruppen und Widerstandszellen. Gemeinsam bilden wir die Praxis der Freiheit und Veränderung, die Gerechtigkeit und ein gutes Leben für Alle bringt.

Wir treffen uns vor dem Österreichischen Integrationsfonds in der Landstraßer Hauptstraße 26 im 3. Bezirk und und gehen von hier aus in einer Demonstration zu einer Zwischenkundgebung am Hauptbahnhof. Von dort ziehen wir dann weiter nach Favoriten zur Abschlusskundgebung am Keplerplatz.

Den Regierenden, Nutznießer_innen und Mitläufer_innen werden wir ausrichten:

„Ihr werdet euch noch wundern, wer da aller Demos bildet!“

Weitere Infos: https://wiederdonnerstag.at/