Archiv der Kategorie: Information

GBA – neue Vertretung

Die konstituierende Sitzung des GBA (Gewerkschaftlichen Betriebsausschuss) fand am 28.9.2015 statt. Der GBA hat die Vertretung der gewerkschaftlichen Mitglieder innerhalb der GÖD zur Aufgabe. Neben dienstrechtlichen Informationen für die KollegInnen werden auch bildungspolitische Fragen diskutiert und entsprechend an die GÖD weitergeleitet.

Seitens FSG sind folgende Personen im GBA und stehen auch als Ansprechpersonen zur Verfügung:

Barbara Holub , Angelika Zagler, Christian Berger, Hans Peter Freudenthaler

Alle sind via PH Mailadresse erreichbar.

Arbeitszeit der LehrerInnen – wer weiß was drüber?

Pressemeldungen in den letzten Tagen haben wieder mal den Diskurs angeheizt. Es geht um Sparmaßnahmen und Staatshaushalt und was liegt da näher als bei den Personalkosten zu sparen. Das Bild der Arbeitszeit von LehrerInnen wird im öffentlichen Diskurs zumeist auf die Anwesenheit im Klassenzimmer – sprich Unterrichtstätigkeit – reduziert. Bis dato scheint es noch nicht gelungen hier eine Korrektur in der öffentlichen Meinung herbeizuführen. Wie heißt es bei den Science Busters: „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ Ergänzt könnte das noch damit werden: Wenn Geglaubtes auch meine Vorurteile bestätigt, dann muss es wohl auch stimmen.

Zusätzlich angeheizt wurde die Diskussion durch die Ansage von BM Häupl bei einer Pressekonferenz zum 70. Geburtstag der SPÖ: „Wenn ich 22 Stunden in der Woche arbeite, bin ich Dienstagmittag fertig. Dann kann ich heimgehen“ (siehe dazu ORF Meldung vom 14.4.2015).

Antworten kamen umgehend:

1. Offener Brief vom BSA/AHS am 14.4.2015

Liebe Genossinnen und Genossen,
wir möchten euch darauf hinweisen, dass wir heute einen offenen Brief zur Aussage des Wiener Bürgermeisters zur LehrerInnenarbeitszeit über die Medien verschickt haben, in dem wir uns von dieser Aussage distanzieren und für eine wertschätzende und sachliche Debatte eintreten. Wir möchten euch hiermit auf unseren offenen Brief hinweisen: https://www.bsa.at/presse/1567
Es gibt mittlerweile außerdem eine Stellungnahme von Bürgermeister Häupl im Interview mit der APA, welches wir euch ebenfalls nicht vorenthalten möchten: Interview auf kleinezeitung.at.
Mit freundschaftlichen Grüßen,
Mag.a Barbara Huemer (Vorsitzende Vereinigung sozialdemokratischer LehrerInnen an allgemeinbildenden höheren Schulen im BSA)
Dir. Mag. Stefan Wenka (Vorsitzender Vereinigung sozialdemokratischer LehrerInnen an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen im BSA)

2. Der ZV sagt aus Protest die Teilnahme an den 1. Mai Feierlichkeiten ab – siehe Aufruf des ZV sowie ORF Meldung v. 15.4.2015

„Wir sind der Meinung, dass die Wiener Pflichtschullehrerinnen hervorragende Arbeit leisten, dass der Einsatz in der Klasse weit mehr ist als die reine Unterrichtszeit, dass wir auch viele andere Bereiche der Gesellschaft abdecken und dass das auch in die Berechnung unserer Arbeitszeit hineinfallen muss“, sagt der Vorsitzendes des Vereins, Martin Kirchmayer gegenüber Radio Wien.

3. Thomas Bulant (FSG Vorsitzender Pflichtschulgewerkschaft) verurteilt den Sager in einer OTS Aussendung am 17.5.2015 und verweist auf die Auswirkungen einer Dienstzeiterhöhung hin:

„Von einem Millionär Hans-Jörg Schelling erwarte ich mir als Gewerkschafter kein Verständnis für 7.000 arbeitslose JunglehrerInnen. Die lehrerverachtenden Wortspenden des Wiener Bürgermeisters zur Arbeitsleistung von LehrerInnen entsetzen mich hingegen zutiefst“, sagt Thomas Bulant.

4. Christiane Spiel wird – in Kenntnis einer differenzierteren Sicht der LehrerInnenarbeit – in einem Radiointerview im Morgenjournal ein „Jahresarbeitszeitmodell“ gefordert. Thomas Bulant verweist in einer OTS Meldung darauf, dass dies im Pflichtschulbereich bereits seit langem gelebt wird und 2003 von der Regierung abgeschafft wurde.

Im Jahresarbeitszeitmodell „Jahresnorm“ werden in drei Bereichen Unterrichts-, Vorbereitungs- und Erziehungsarbeit genauso aufgeschlüsselt und mit Jahresstunden eingeplant wie Administration, Schulpartnerschafts- und Schulentwicklungstätigkeit. Die Gesamtarbeitszeit von 1776 Jahresstunden entspricht der Arbeitsleistung österreichischer ArbeitnehmerInnen. Laut Bulant hätte die Politik der Öffentlichkeit anhand der Jahresnorm die Leistung und das Engagement der LehrerInnen über die Unterrichtstätigkeit in der Klasse hinaus dokumentieren können. „Die Art, wie in Österreich über die Lehrerarbeitszeit hingegen diskutiert wird, ist symptomatisch dafür, wie die Politik fahrlässig mit der Zukunft der jungen Generation umgeht“, sagt der sozialdemokratische Gewerkschafter. „Arbeitszeitdiskussionen werden nicht als ein Teil pädagogischer Offensiven geführt, sondern immer dann, wenn es Budgetlöcher zu stopfen gilt.“

ZA Antrag bezüglich Dienstzulage nach §59b GHG

1.Betreff: Rückwirkender  Abzug bereits ausbezahlter Dienstzulage nach § 59b (1a) GehG für L1 Lehrpersonen an eingegliederten Praxismittelschulen mit 1.9.2014
Der ZA hat  für jene Kolleginnen und Kollegen die nun rückwirkend diese Zulage  rückerstatten müssen  ersucht, dass dies eingestellt wird und bereits einbehaltene Beträge wieder den Kolleginnen und Kollegen angewiesen werden.
Begründung: Jene Kolleginnen und Kollegen haben diese Zulage im guten Glauben angenommen und ausgegeben.
 
2. Betreff: Einstellung der Zuerkennung der Dienstzulage § 59b (1a) GehG für L1 Lehrpersonen an eingegliederten Praxismittelschulen mit 1.9.2014
Seitens des ZA wurde ein Vorschlag  für einen Antrag auf Gesetzesänderung betreffend die Dienstzulage § 59b (1,1a) GehG an die Bundesfachgruppe weitergeleitet:
Durch die Gesetzesadaptierung für die NMS (inkl. der eingegliederten Praxis NMS)  wurde mit Einfügung des § 59b (1a) eine Einschränkung für die Gewährung dieser Zulage auf Lehrpersonen L 2a eingebaut.
Dies ist eine Ungleichbehandlung und Schlechterstellung trotz gleicher Tätigkeit!
Deshalb stellt die Standesvertretung den Antrag auf eine Gesetzesänderung, die allen Lehrpersonen an eingegliederten Praxismittelschulen (NMS) diese Dienstzulage sichert:
Einfügen eines § 59b (1b) oder § 59b (7)
„Die Dienstzulage nach § 59b (1a) gebührt den Lehrpersonen an eingegliederten Praxismittelschulen (NMS)“
 

 

Mitverwendungen an der PH Wien

Die Beantragung einer Mitverwendung erfolgt durch das Rektorat der PH Wien. Die Periode erstreckt sich hierbei immer über ein volles Studienjahr, von 1. September bis 31. August, wobei begründete Ausnahmen möglich sind. Ab 1. September 2015 beträgt die Mitverwendung höchstens 10 Werteinheiten, entsprechend 50% der Vollbeschäftigung. Mitverwendungen (MV) gibt es für Landes Lehrer/innen, Bundeslehrer/innen und Praxisschullehrer/innen (sowohl vertraglich als auch pragmatisiert).

Der Aufgabenbereich umfasst den Einsatz in der Lehre und/oder in nicht unterrichtlichen Tätigkeitsbereichen. Bei einer MV von 50 % der Vollbeschäftigung, wären das z.B. bei ausschließlichem Einsatz in der Lehre 320 Lehrveranstaltungsstunden (= 10 Semesterwochenstunden) oder im Bereich der nicht unterrichtlichen Tätigkeit 800 Arbeitsstunden über das ganze Studienjahr. Ein verschränkter Einsatz ist natürlich ebenfalls möglich.

Die Arbeit erfolgt in örtlicher Gebundenheit an der PH Wien, in der Lehre sowieso, aber auch im Bereich der nicht unterrichtlichen Tätigkeit. Der neue DA, unter der Führung der Gruppe FSG/SLÖ, hat aktuell durchgesetzt, dass zumindest 10% der nicht unterrichtlichen Arbeit (in Absprache mit der jeweiligen Institutsleitung) nicht ortsgebunden abgehalten werden müssen.

Die finanzielle Einstufung erfolgt nach dem Gehaltsschema der Hochschullehrpersonen. Zumeist bedeutet das für mitverwendete Lehrer/innen der Verwendungsgruppe L2a2 eine Einstufung in PH3/ph3. Sollten die Ernennungserfordernisse für PH 2/ph2 erfüllt werden (Siehe dazu Erfordernisse im PH Dienstrecht!) ist eine Ergänzungszulage auf PH2/ph2 möglich.

480 Stunden Lehre sind ausreichend!

Der Dienststellenausschuss hat anläßlich der laufenden MitarbeiterInnengespräche auf Initiative der fsg Fraktion auf die gesetzlichen Bestimmungen hngewiesen:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
die Zeit drängt, die Mitarbeiter/innengespräche sind fast alle abgeschlossen, jetzt geht’s um die Arbeitspakete. Der DA möchte euch darauf hinweisen, dass wir der Ansicht sind, dass 480 UE Lehre mehr als genug sind.
 
Zur Erklärung – die Mitteilung des ZAs legt die Pflichten von Lehrpersonen folgendermaßen fest:
 
„Grundlage für die schriftlichen Festlegungen (Arbeitsvertrag) sind die Punkte des BDG § 200d. (2) und VBG § 48g (2): Nach Maßgabe ihrer Qualifikation und der Beauftragung hat sie insbesondere
 
1. Lehrveranstaltungen (einschließlich solcher unter Einbeziehung von Formen des Fernstudiums und elektronischen Lernumgebungen) sowie Prüfungen abzuhalten,
2. Aufgaben in der wissenschaftlich-berufsfeldbezogenen Forschung zu erfüllen,
3. Studierende zu beraten und, insbesondere bei der Abfassung von Bachelorarbeiten, zu betreuen,
4. an Organisations- und Verwaltungsaufgaben, einschließlich der Evaluierung und Qualitätssicherung, mitzuwirken,
5. Bildungsangebote zu entwickeln und zu betreuen und
6. Schulentwicklungsprozesse zu begleiten.
 
Mehrgliedriges Verwendungsbild heißt, dass der Arbeitsvertrag mindestens zwei Punkte aus den 6 Dienstpflichten enthalten muss!
 
Beispiel eines „Arbeitspaketes“ für ein Vollbeschäftigungsäquivalent:
Ziffer 1: Regeleinsatz in der Lehre 15 SWSt. incl. Abhaltung von Prüfungen  +
Ziffer 2: Beratung der Studierenden, Betreuung bei Bachelorarbeiten  +
Ziffer 4: lehrbezogene Organisations- und Verwaltungsaufgaben,
               Evaluierung und Qualitätssicherung
 
Stehen die Arbeitsbereiche der Punkte 2, 5 und 6 im Mittelpunkt des Arbeitsvertrages, werden diese, von obiger Basis (Regelfall) ausgehend, inhaltlich zu beschreiben und zu bewerten sein (Arbeitsplatzbeschreibungen) und je nach Umfang zu einer Reduzierung der Lehre unter Nutzung der gesetzlichen Bandbreite führen.
 
Ein darüber hinausgehender Einsatz in der Lehre (z.B. 2 SWSt. für PH1, 5 SWSt. für PH2 / PH3) ist im Ausnahmefall möglich (freiwillig bei Bedarf bis zu 10 SWSt. zusätzlich, gilt aber ebenso als Ausnahmesituation!)
 
Natürlich sind alle auch bisher erbrachten Tätigkeiten und Verpflichtungen (z.B. Dienstbesprechungen, Konferenzen, allfällige Sprechstunden u.ä.) Teil eines „Arbeitspaketes“. 
 
Eine Hilfestellung in der Bewertung (arbeitsmäßiger Umfang) von Tätigkeiten der Nicht-Lehre kann in der derzeitigen Einschätzung und Zuteilung von Werteinheiten für Aufgaben der Punkte 2, 5 und 6 gegeben sein.“
 
Falls es zu einem Einsatz über 480 UE in der Lehre (15 SWSt.) in euren Arbeitspaketen kommen sollte, könnt‘ ihr euch gerne an den DA wenden!

 

Aufgabenplanung 2015/16

In einigen Instituten haben die MitarbeiterInnengespräche für das Studienjahr 2015/15 bereits begonnen, andere folgen demnächst. Ziel dieser Gespräche ist unter anderem die

Festlegung der Dienstpflichten (Dienstvereinbarung)

Die gesetzliche Basis ist das Beamtendienstrechtsgesetz (BDG).

In der Umsetzung werden an der PH Wien zwischen den MitarbeiterInnen (betrifft StammlehrerInnen und Dienstzugeteilte) und dem Rektorat Dienstvereinbarungen (DV) geschlossen.

Derzeit (Jänner 2015) gibt es noch keinen einheitlichen Prozess, wie die DV zustande kommt.

Wir streben an, dass die DV das Ergebnis aus einer gemeinsamen Planung von Institutsleitung und MitarbeiterIn ist und dies im Rahmen der MitarbeiterInnengesprächen dokumentiert wird.

Die DV  beschreibt ALLE Aufgaben, die im Rahmen der Dienstzeit zu erledigen sind. Dies beinhaltet folgende Teilbereiche:

  • Lehre (in Stunden – weist nur die Präsenzstunden aus )
  • Aufgaben in der wissenschaftlich-berufsfeldbezogenen Forschung
  • Bacbetreuung
  • Administration inkl. Evaluation
  • Entwicklungsaufgaben (Projekte etc.)
  • Begleitung Schulentwicklungsprozesse

(vgl. dazu BDG §200d und die ZA Info Gestaltung_der_Arbeitsverträge)

Da der Aufwand außer bei den Präsenzstunden der Lehre in der DV nicht quantitativ sondern zielorientiert beschrieben ist, ist eine möglichst konkrete Planung des Arbeitsaufwandes für die MitarbeiterInnen zu empfehlen. Diese Planung sollte Grundlage für MitarbeiterInnengespräche und letztlich für die DV sein.

Es ist auch anzuraten, die in der Dienstvereinbarung benannten Arbeitspakete in einer Aufstellung sowohl inhaltlich als auch im Stundenausmaß in einem Planungspapier zu konkretisieren. Eine solche Aufstellung dient der Transparenz und hilft sowohl den MitarbeiterInnen als auch der Institutsleitung.

Planung als Grundlage für passende DV

Für die Planung der Arbeitspakete haben wir ein einfaches Tabellenblatt entwickelt, in dem Sie selbst die einzelnen Aufgaben  und eine Einschätzung des Stundenaufwandes eintragen (xls-File download: Planungshilfe Arbeitszeit 2015) . Diese Planung dient nur zur eigenen Orientierung, kann aber auch als Grundlage für die Planung im Rahmen der MitarbeiterInnengespräche dienen.

Die Planung des Arbeitsaufwandes beruht auf Ihren bisherigen Erfahrungen sowie eventuell vorhandenen Projektanträgen (z.B. für Forschungs- oder Entwicklungsprojekte). Hier wird dann automatisch berechnet, ob sich die Planung auch zeitlich ausgehen könnte.

Im Dienstrecht wird keine Jahresarbeitszeit definiert. Aus dem Arbeitszeitgesetz sind Arbeitnehmer, die in einem Arbeitsverhältnis zu einer Gebietskörperschaft stehen, ausgenommen.  Um jedoch planen zu können, ist eine Kennzahl zu definieren. Grundlage für diese Berechnung ist eine Netto-Jahresarbeitszeit, die in etwa dem Durchschnitt in Österreich entspricht. Laut WKO wurden 2013 durchschnittlich 1738 Stunden gearbeitet . Weitere Informationen z.B. im europäischen Vergleich sind beispielsweise bei EUROFOUND zu finden. Die Jahresarbeitszeit für die Planung bei PflichtschullehrerInnen in Wien ist bei der APS FSG nachzulesen.

Wir empfehlen für die Planung eine Nettoarbeitszeit von 1720 bzw. 1760 Stunden (je nach Urlaubsanspruch 200 oder 240 Stunden jährlich,  vgl. BDG §64ff) zu veranschlagen. Urlaub sowie Feiertage sind hier bereits abgezogen.

Die Kennzahl dient nur zur Orientierung bei der Planung und ist keinesfalls einer realen Jahresarbeitszeit gleichzusetzen.

Hinweise zu den einzelnen Teilbereichen der DV:

ad Koordination / Administration:
Schätzen Sie Ihren Aufwand für Teambesprechungen, Besprechungen aufgrund der Matrixorgansiation (Institutsübergreifend), aber auch die allgemeinen Konferenzen und ihre eigene Fortbildung ein.

ad Lehre:
Laut  Dienstrecht §200e sind für PH1 160-480 Stunden/Jahr und für PH2 und PH3 320-480 Stunden/Jahr zu planen. Eine Erhöhung der Lehrpflicht bei PH1 ist im Bedarfsfall auf 544 Std./Jahr (17 SWSt) und bei PH2/PH3 auf 640 Std./Jahr(20 SWSt)  möglich.

Eine Verringerung der Lehrverpflichtung ist mit Begründung (z.B. erhöhte Forschungstätigkeit, Entwicklungsprojekte,…) in allen Verwendungsstufen auf bis zu 160 Std./Jahr möglich.

Wir erachten eine Arbeitsverteilung pro Person auf mehrere Teilbereiche für sinnvoll und empfehlen für die Planung eine Lehrverpflichtung von durchschnittlich 480 Stunden (vgl. Aussendung DA vom 26.1.2015) . Erhöhungen und  Verringerungen sind in den MitarbeiterInnengesprächen abzuklären.

In der DV sind nur die Präsenzstunden vereinbart. Planungs-, Administrations- und Betreuungsaufwand sind daher zusätzlich einzuplanen. Diesen Aufwand können Sie nur selbst einschätzen. Durch die bevorstehende Umsetzung des neuen Curriculums im Primarstufenbereich wird es vermutlich zu zusätzlichem Arbeitsaufwand kommen.

480 Präsenzstunden Lehre bedeuten dann durchschnittlich mind. 1000 Stunden Aufwand in der Planungstabelle. Je nach Art der Lehre kann der Aufwand auch noch höher sein.

ad Bacarbeiten:
Für Beratung bei der Konzeption und dem Schreiben sowie für die Beurteilung rechnen wir pro Bacarbeit für ErstbetreuerInnen mit einem Zeitaufwand von durchschnittlich etwa  12 Stunden. Für ZweitleserInnen zumindest 3 Stunden.

ad Forschung:
Forschungsprojekte beinhalten bereits in den Anträgen ausgewiesenen Stundenaufwand für die MitarbeiterInnen. Diese können für die Planung herangezogen werden.

ad Entwicklungsprojekte:
Hier gibt es oftmals keine Planungsgrundlagen wie Projektpläne o.ä. Nicht immer ist hier ein Arbeitsaufwand vorher absehbar. Dennoch sollten Sie, sofern Sie öfter an Entwicklungsprojekten mitwirken zumindest eine ungefähre Stundenzahl einplanen.

DA Aussendung 26.1.2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem zum aktuellen Zeitpunkt die Mitarbeiter/innengespräche stattfinden, auf deren Basis dann die Dienstpflichten verschriftlicht werden, schicken wir nochmals die Unterlagen des Zentralausschusses im Anhang mit.

Zusammenfassend möchte der DA auf folgende Punkte verweisen:

  • Die Aufgaben (Dienstpflichten) von Hochschullehrpersonen an der Pädagogischen Hochschule sind in einem mehrgliedrigen Verwendungsbild im Gesetz (BDG) festgeschrieben, welches folgende Punkte umfasst:

Dienstpflichten

  • 200d. (1) Die Hochschullehrperson hat zur Erfüllung aller der den Pädagogischen Hochschulen gemäß § 8 Abs. 1 bis 6 und 8 Hochschulgesetz 2005 übertragenen Aufgaben beizutragen und die sich daraus ergebenden Obliegenheiten wahrzunehmen.

(2) Nach Maßgabe ihrer Qualifikation und der Beauftragung hat sie insbesondere

  1. Lehrveranstaltungen (einschließlich solcher unter Einbeziehung von Formen des Fernstudiums und elektronischen Lernumgebungen) sowie Prüfungen abzuhalten,
  2. Aufgaben in der wissenschaftlich-berufsfeldbezogenen Forschung zu erfüllen,
  3. Studierende zu beraten und, insbesondere bei der Abfassung von Bachelorarbeiten, zu betreuen,
  4. an Organisations- und Verwaltungsaufgaben, einschließlich der Evaluierung und Qualitätssicherung, mitzuwirken,
  5. Bildungsangebote zu entwickeln und zu betreuen und
  6. Schulentwicklungsprozesse zu begleiten.
  • Das heißt, die Aufgaben sollten in mehreren Bereichen festgeschrieben werden.
  • Für die quantitative Festlegung im Bereich Lehre gilt PH1: 160-480 LV-Stunden (5-15 SWSt), PH2/3: 320 – 480 LV-Stunden (10-15 SWSt).
  • Im Bedarfsfall darf diese Zahl überschritten werden, dies sollte aber keinesfalls die Norm sein: PH1 bis 544 LVSt. (17 SWSt), PH2/3 bis 640 LVSt. (20 SWSt).
  • Die Vollbeschäftigung wird nicht ausschließlich über den Einsatz in der Lehre definiert, sondern aus der Summe aller Arbeitsaufgaben.

Für Fragen stehen die Mitglieder des Dienststellenausschusses natürlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
für das Team,

Jürgen Kellner

__________________________________________________

 

Jürgen Kellner

Dienststellenausschuss Lehrende an der PH Wien

Vorsitzender

Ernennungserfordernisse für PH 2

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst hat eine Übersicht für die Ernennungserfordernisse für PH 2 ausgesandt. ErnennungserfordernissePH2 (Uebergangsregelung) pdf download.

Die Regelung klärt zwar einiges in Bezug auf gerechtere  Entlohnung.  Anzumerken bleibt, dass es  noch keine Klarheit über die erforderlichen Publikationen (was wird gewertet?) und insgesamt zu wenige Dienstposten gibt.

Personalvertretungswahl – was ist das?

WAS KANN ICH …

… bei der Personalvertretungswahl (PV Wahl) am 26. Und 27. November mit meiner Stimme beeinflussen?

von Christian Sevcik

Wahl für den Dienststellenausschuss (DA)

Es gibt insgesamt 14 Pädagogische Hochschulen (öffentliche und private) und an jeder PH gibt es einen eigenen Dienststellenausschuss. Mit deiner Wahl beeinflusst Du die fraktionelle Zusammensetzung dieses Gremiums. Die Verhandlungsebene des DA ist auf Höhe der Dienststellenleiterin (Rektorin) begrenzt. Erfordert die Situation Verhandlungen mit dem Ministerium (= übergeordnete Dienststelle), muss der Fall an den Zentralausschuss abgegeben werden. Der DA ist ein Kollegialorgan. Beschlüsse können nur mit Stimmenmehrheit gefasst werden. An der PH Wien werden heuer erstmalig acht Mandate vergeben.

Wahl für den Zentralausschuss (ZA)

Der Zentralausschuss ist dem Dienststellenausschuss übergeordnetes Gremium. Aufgabe des ZA ist die Behandlung von dienststellenübergreifenden Angelegenheiten. Die Verhandlungsebene ist auf Höhe des Ministeriums. Hier werden Verhandlungen wie z.B. über das Dienstrecht und Hochschulgesetz geführt! Beschlüsse können nur mit Stimmenmehrheit gefasst werden. Derzeit besteht der ZA aus vier FCG und einem FSG Mandat. Ab der PV Wahl 2014 wird es im ZA sechs Mandate geben, die fraktionell aufgeteilt werden.

Wahl für den Gewerkschaftlichen Betriebsausschuss (GBA)

An der PH Wien wird das Wahlergebnis des Dienststellenausschusses auf die Gewerkschaftswahl umgelegt (keine eigene Wahl). Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen können auf allen Ebenen außerhalb des PVGs intervenieren.

WICHTIG: Mitverwendete und dienstzugeteilte Lehrerinnen und Lehrer haben sowohl an Ihrer Stammschule als auch an der PH das aktive Wahlrecht für den DA und ZA!!!

Nutze deine Stimme, damit wir Nachbesserungen im Dienstrecht durchsetzen können.