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Anmerkungen zu den Gehaltsverhandlungen 2019

Sehr erfreut zeigten sich die GÖD Verhandler über die Ergebnisse der Kollektivvertragsverhandlungen 2019. 

Wir haben die Verhandlungen im GBA der PH Wien diskutiert und auf Initiative der FSG Fraktion folgendes Schreiben an den Vorsitzenden der GÖD und Leiter der Verhandlungen gesandt:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Dr. Schnedl,

abgesehen von den Verhandlungen zu den Gehältern, sehen wir als Aufgabe der Gewerkschaft Rahmenbedingungen im Sinne der ArbeitnehmerInnen zu verhandeln.

Im Falle von Hochschullehrpersonen (Vertragshochschullehrpersonen) fordert der GBA der PH Wien von der GÖD-Vertretung daher, vor allem auf folgende Rahmenbedingungen einzugehen, welche die Arbeit der Lehrenden an den Pädagogischen Hochschulen verstärkt belasten:

  • Im Auftrag des Bundesministeriums haben die PHen sowohl das Masterstudium der Primarstufe als auch diverse neue Lehrgänge kostenneutral – ohne zusätzliche Ressourcen – zu bewältigen. Dies zieht in weiterer Folge eine Mehrbelastung der HS-Vertrags-/Lehrpersonen mit sich, da diese ab 2019/20 wieder mit erhöhtem Lehrauftrag zu rechnen haben.     
  • Aufgrund des Aufnahmestopps des Bundes kommt es noch immer zu Engpässen im Verwaltungsbereich (siehe Rechnungshofbericht). Dies bedeutet oftmals, dass Verwaltungsaufgaben von HS-Vertrags-/Lehrpersonen übernommen werden müssen (IT/EDV-Bereich, die gesamte Administration der Fortbildungen etc.)
  • Ebenso muss aufgrund des Aufnahmestopps nach wie vor auf Dienstzuteilungen und Mitverwendungen zurückgegriffen werden. Ein Wechsel in den Bundesdienst ist nur auf Vertragsbasis möglich, was oftmals mit erschwerten Bedingungen einher geht (z.B. aus dem pragmatischen Dienstverhältnis zum Land kommend).
  • Mit der Zuordnung der PHen in Sektion II (Personalentwicklung, Pädagogische Hochschulen, Schulerhaltung und Legistik) ist bedauerliche Weise zu erwarten, dass die Forschungsarbeit an den PHen wieder zurückgestellt wird, obwohl diese im Dienstrecht unter § 48g (2) festgeschrieben ist (unter „Aufgaben in der wissenschaftlich-berufsfeldbezogenen Forschung“).

Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen

der GBA der PH Wien

Barbara Holub (Vorsitzende)

Christian Berger (Stellvertreter), Barbara Gullner (Schriftführerin), Angelika Zagler(Stv. Schriftführerin), Hans Peter Freudenthaler, Andrea Hoch


Widerstand lohnt sich … Gelegenheit dazu gibt es genug

Die Verhandlungen der PRO-GE und GPA-djp haben gezeigt: Widerstand lohnt sich!
Hier die Ergebnisse im Detail zum Nachlesen 

Wieviel anders agiert hier die GÖD. Es gilt schon als Erfolg, wenn nach mehreren Jahren Stillhaltens die Inflationsrate abgegolten wird. 2,02% Gehaltserhöhung sind außer Streit, jubeln die konservativen Gewerkschafter. Wir werden ja sehen, ob die nächste Verhandlungsrunde am 20. November hier noch mehr bringt.

Schön wäre aus meiner Sicht natürlich, wenn da zusätzlich zu Gehaltsverhandlung auch noch Verhandlungen zu den Rahmenbedingungen angestrebt würden. Unser Dienstrecht ist ja leider nicht auf die Arbeitssituation und Anforderungen der Aufgaben einer PH abgestimmt. Kein Wunder, wurde das Dienstrecht auch zu einem Zeitpunkt beschlossen als die Aufgaben der PHs noch überhaupt nicht klar waren. Hier braucht es Nachbesserungen und Anpassungen. Dafür wäre allerdings die Fachgruppe in der GÖD zuständig.

Widerstand lohnt sich! Wir laden daher ein:

Ergebnis Gehaltsverhandlungen 2017

Gehaltserhöhung ab 1.Jänner 2017 1,3 Prozent

Nach konstruktiven Verhandlungen haben die Gewerkschaften der Öffentlichen Dienste mit den VertreterInnen der Bundesregierung eine Einigung erzielt.

Bei einer Inflationsrate von 0,75% werden ab 1.Jänner 2017 (Laufzeit bis 31.Dezember 2017) die Gehälter der BeamtInnen des Dienststandes, die Monatsentgelte der Vertragsbediensteten und Bediensteten mit einem Sondervertrag sowie Zulagen, Nebengebühren und die Überleitungsbeträge um 1,3% erhöht.

Mit diesem sehr guten Abschluss ergibt sich neben der vollen Abgeltung der Inflation ein deutlicher Reallohnzuwachs durch einen erheblichen Anteil am Wirtschaftswachstum!

Mit freundschaftlichen Grüßen,

Hannes Gruber

Gehaltstabellen_2017 -pdf download

ZA Antrag bezüglich Dienstzulage nach §59b GHG

1.Betreff: Rückwirkender  Abzug bereits ausbezahlter Dienstzulage nach § 59b (1a) GehG für L1 Lehrpersonen an eingegliederten Praxismittelschulen mit 1.9.2014
Der ZA hat  für jene Kolleginnen und Kollegen die nun rückwirkend diese Zulage  rückerstatten müssen  ersucht, dass dies eingestellt wird und bereits einbehaltene Beträge wieder den Kolleginnen und Kollegen angewiesen werden.
Begründung: Jene Kolleginnen und Kollegen haben diese Zulage im guten Glauben angenommen und ausgegeben.
 
2. Betreff: Einstellung der Zuerkennung der Dienstzulage § 59b (1a) GehG für L1 Lehrpersonen an eingegliederten Praxismittelschulen mit 1.9.2014
Seitens des ZA wurde ein Vorschlag  für einen Antrag auf Gesetzesänderung betreffend die Dienstzulage § 59b (1,1a) GehG an die Bundesfachgruppe weitergeleitet:
Durch die Gesetzesadaptierung für die NMS (inkl. der eingegliederten Praxis NMS)  wurde mit Einfügung des § 59b (1a) eine Einschränkung für die Gewährung dieser Zulage auf Lehrpersonen L 2a eingebaut.
Dies ist eine Ungleichbehandlung und Schlechterstellung trotz gleicher Tätigkeit!
Deshalb stellt die Standesvertretung den Antrag auf eine Gesetzesänderung, die allen Lehrpersonen an eingegliederten Praxismittelschulen (NMS) diese Dienstzulage sichert:
Einfügen eines § 59b (1b) oder § 59b (7)
„Die Dienstzulage nach § 59b (1a) gebührt den Lehrpersonen an eingegliederten Praxismittelschulen (NMS)“