Rückblick Alfred Dallinger Symposium 2016

Am 16. und 17.11.2016 fand im Bildungszentrum der AK (Wien) das 6. Alfred Dallinger-Symposium mit dem Titel „Schule ist keine Insel“ statt. Dabei wurden bildungspolitisch evidente und kontroversielle Agenden im wissenschaftlichen und praktisch-reflexiven Diskurs mit einer Vielzahl an ExpertInnen diskutiert, analysiert und im jeweiligen bildungsspezifischen Kontext verortet.

Die Keynote am ersten Tag hielt der renommierte  Sozialphilosoph Oskar Negt, der die Gefahren der Entsolidarisierung in der Gesellschaft aufzeigte. Die Rede ist online verfügbar.

Der Vorsitzende des SLÖ-PHW Thomas Strasser durfte einen Workshop zum Thema „Schule in einer digitalen Gesellschaft“ leiten. In diesem Slot ging es vor allem darum, emergente Trends im Kontext der Digitalisierung (z.B. Mobiles Lernen) aus bildungswissenschaftlicher Sicht sachlich und vorurteilsfrei zu erörtern, um in Folge curriculare Implementierungsstrategien einer interdisziplinären digitalen Medienbildung vor allem im berufsfeldspezifischen Kontext der PädagogInnenbildung vorzuschlagen, damit eine methodisch-didaktische Diskussion abseits des technologischen Determinismus und „apokalyptischer“ Pars-Pro-Toto-Argumentationen möglich ist. In zwei Stunden konnten freilich nur bestimmte Domänen der facettenreichen Anwendungsszenarien digitaler Lerntechnologien gemeinsam mit den WorkshopteilnehmerInnen besprochen werden, jedoch herrschte eindeutiger Konsens innerhalb der KollegInnenschaft darüber, dass es gezieltere, holistischere und vor allem interdisziplinärere Maßnahmen bei der Digitalisierung vor allem im schulischen und hochschulischen Bereich (Schwerpunkt: Aus-, Fort- und Weiterbildung) braucht, um somit auch bestimmte Lerntechnologien als Katalysator für Bildungs- und Chancengerechtigkeit wissenschaftstheoretisch, aber vor allem praktisch einzusetzen (Stichwort: freier Wissenszugang, digitale Inklusion).

Weitere Infos: www.alfred-dallinger-symposium.at