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Aufgabenplanung 2015/16

In einigen Instituten haben die MitarbeiterInnengespräche für das Studienjahr 2015/15 bereits begonnen, andere folgen demnächst. Ziel dieser Gespräche ist unter anderem die

Festlegung der Dienstpflichten (Dienstvereinbarung)

Die gesetzliche Basis ist das Beamtendienstrechtsgesetz (BDG).

In der Umsetzung werden an der PH Wien zwischen den MitarbeiterInnen (betrifft StammlehrerInnen und Dienstzugeteilte) und dem Rektorat Dienstvereinbarungen (DV) geschlossen.

Derzeit (Jänner 2015) gibt es noch keinen einheitlichen Prozess, wie die DV zustande kommt.

Wir streben an, dass die DV das Ergebnis aus einer gemeinsamen Planung von Institutsleitung und MitarbeiterIn ist und dies im Rahmen der MitarbeiterInnengesprächen dokumentiert wird.

Die DV  beschreibt ALLE Aufgaben, die im Rahmen der Dienstzeit zu erledigen sind. Dies beinhaltet folgende Teilbereiche:

  • Lehre (in Stunden – weist nur die Präsenzstunden aus )
  • Aufgaben in der wissenschaftlich-berufsfeldbezogenen Forschung
  • Bacbetreuung
  • Administration inkl. Evaluation
  • Entwicklungsaufgaben (Projekte etc.)
  • Begleitung Schulentwicklungsprozesse

(vgl. dazu BDG §200d und die ZA Info Gestaltung_der_Arbeitsverträge)

Da der Aufwand außer bei den Präsenzstunden der Lehre in der DV nicht quantitativ sondern zielorientiert beschrieben ist, ist eine möglichst konkrete Planung des Arbeitsaufwandes für die MitarbeiterInnen zu empfehlen. Diese Planung sollte Grundlage für MitarbeiterInnengespräche und letztlich für die DV sein.

Es ist auch anzuraten, die in der Dienstvereinbarung benannten Arbeitspakete in einer Aufstellung sowohl inhaltlich als auch im Stundenausmaß in einem Planungspapier zu konkretisieren. Eine solche Aufstellung dient der Transparenz und hilft sowohl den MitarbeiterInnen als auch der Institutsleitung.

Planung als Grundlage für passende DV

Für die Planung der Arbeitspakete haben wir ein einfaches Tabellenblatt entwickelt, in dem Sie selbst die einzelnen Aufgaben  und eine Einschätzung des Stundenaufwandes eintragen (xls-File download: Planungshilfe Arbeitszeit 2015) . Diese Planung dient nur zur eigenen Orientierung, kann aber auch als Grundlage für die Planung im Rahmen der MitarbeiterInnengespräche dienen.

Die Planung des Arbeitsaufwandes beruht auf Ihren bisherigen Erfahrungen sowie eventuell vorhandenen Projektanträgen (z.B. für Forschungs- oder Entwicklungsprojekte). Hier wird dann automatisch berechnet, ob sich die Planung auch zeitlich ausgehen könnte.

Im Dienstrecht wird keine Jahresarbeitszeit definiert. Aus dem Arbeitszeitgesetz sind Arbeitnehmer, die in einem Arbeitsverhältnis zu einer Gebietskörperschaft stehen, ausgenommen.  Um jedoch planen zu können, ist eine Kennzahl zu definieren. Grundlage für diese Berechnung ist eine Netto-Jahresarbeitszeit, die in etwa dem Durchschnitt in Österreich entspricht. Laut WKO wurden 2013 durchschnittlich 1738 Stunden gearbeitet . Weitere Informationen z.B. im europäischen Vergleich sind beispielsweise bei EUROFOUND zu finden. Die Jahresarbeitszeit für die Planung bei PflichtschullehrerInnen in Wien ist bei der APS FSG nachzulesen.

Wir empfehlen für die Planung eine Nettoarbeitszeit von 1720 bzw. 1760 Stunden (je nach Urlaubsanspruch 200 oder 240 Stunden jährlich,  vgl. BDG §64ff) zu veranschlagen. Urlaub sowie Feiertage sind hier bereits abgezogen.

Die Kennzahl dient nur zur Orientierung bei der Planung und ist keinesfalls einer realen Jahresarbeitszeit gleichzusetzen.

Hinweise zu den einzelnen Teilbereichen der DV:

ad Koordination / Administration:
Schätzen Sie Ihren Aufwand für Teambesprechungen, Besprechungen aufgrund der Matrixorgansiation (Institutsübergreifend), aber auch die allgemeinen Konferenzen und ihre eigene Fortbildung ein.

ad Lehre:
Laut  Dienstrecht §200e sind für PH1 160-480 Stunden/Jahr und für PH2 und PH3 320-480 Stunden/Jahr zu planen. Eine Erhöhung der Lehrpflicht bei PH1 ist im Bedarfsfall auf 544 Std./Jahr (17 SWSt) und bei PH2/PH3 auf 640 Std./Jahr(20 SWSt)  möglich.

Eine Verringerung der Lehrverpflichtung ist mit Begründung (z.B. erhöhte Forschungstätigkeit, Entwicklungsprojekte,…) in allen Verwendungsstufen auf bis zu 160 Std./Jahr möglich.

Wir erachten eine Arbeitsverteilung pro Person auf mehrere Teilbereiche für sinnvoll und empfehlen für die Planung eine Lehrverpflichtung von durchschnittlich 480 Stunden (vgl. Aussendung DA vom 26.1.2015) . Erhöhungen und  Verringerungen sind in den MitarbeiterInnengesprächen abzuklären.

In der DV sind nur die Präsenzstunden vereinbart. Planungs-, Administrations- und Betreuungsaufwand sind daher zusätzlich einzuplanen. Diesen Aufwand können Sie nur selbst einschätzen. Durch die bevorstehende Umsetzung des neuen Curriculums im Primarstufenbereich wird es vermutlich zu zusätzlichem Arbeitsaufwand kommen.

480 Präsenzstunden Lehre bedeuten dann durchschnittlich mind. 1000 Stunden Aufwand in der Planungstabelle. Je nach Art der Lehre kann der Aufwand auch noch höher sein.

ad Bacarbeiten:
Für Beratung bei der Konzeption und dem Schreiben sowie für die Beurteilung rechnen wir pro Bacarbeit für ErstbetreuerInnen mit einem Zeitaufwand von durchschnittlich etwa  12 Stunden. Für ZweitleserInnen zumindest 3 Stunden.

ad Forschung:
Forschungsprojekte beinhalten bereits in den Anträgen ausgewiesenen Stundenaufwand für die MitarbeiterInnen. Diese können für die Planung herangezogen werden.

ad Entwicklungsprojekte:
Hier gibt es oftmals keine Planungsgrundlagen wie Projektpläne o.ä. Nicht immer ist hier ein Arbeitsaufwand vorher absehbar. Dennoch sollten Sie, sofern Sie öfter an Entwicklungsprojekten mitwirken zumindest eine ungefähre Stundenzahl einplanen.

DA Aussendung 26.1.2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem zum aktuellen Zeitpunkt die Mitarbeiter/innengespräche stattfinden, auf deren Basis dann die Dienstpflichten verschriftlicht werden, schicken wir nochmals die Unterlagen des Zentralausschusses im Anhang mit.

Zusammenfassend möchte der DA auf folgende Punkte verweisen:

  • Die Aufgaben (Dienstpflichten) von Hochschullehrpersonen an der Pädagogischen Hochschule sind in einem mehrgliedrigen Verwendungsbild im Gesetz (BDG) festgeschrieben, welches folgende Punkte umfasst:

Dienstpflichten

  • 200d. (1) Die Hochschullehrperson hat zur Erfüllung aller der den Pädagogischen Hochschulen gemäß § 8 Abs. 1 bis 6 und 8 Hochschulgesetz 2005 übertragenen Aufgaben beizutragen und die sich daraus ergebenden Obliegenheiten wahrzunehmen.

(2) Nach Maßgabe ihrer Qualifikation und der Beauftragung hat sie insbesondere

  1. Lehrveranstaltungen (einschließlich solcher unter Einbeziehung von Formen des Fernstudiums und elektronischen Lernumgebungen) sowie Prüfungen abzuhalten,
  2. Aufgaben in der wissenschaftlich-berufsfeldbezogenen Forschung zu erfüllen,
  3. Studierende zu beraten und, insbesondere bei der Abfassung von Bachelorarbeiten, zu betreuen,
  4. an Organisations- und Verwaltungsaufgaben, einschließlich der Evaluierung und Qualitätssicherung, mitzuwirken,
  5. Bildungsangebote zu entwickeln und zu betreuen und
  6. Schulentwicklungsprozesse zu begleiten.
  • Das heißt, die Aufgaben sollten in mehreren Bereichen festgeschrieben werden.
  • Für die quantitative Festlegung im Bereich Lehre gilt PH1: 160-480 LV-Stunden (5-15 SWSt), PH2/3: 320 – 480 LV-Stunden (10-15 SWSt).
  • Im Bedarfsfall darf diese Zahl überschritten werden, dies sollte aber keinesfalls die Norm sein: PH1 bis 544 LVSt. (17 SWSt), PH2/3 bis 640 LVSt. (20 SWSt).
  • Die Vollbeschäftigung wird nicht ausschließlich über den Einsatz in der Lehre definiert, sondern aus der Summe aller Arbeitsaufgaben.

Für Fragen stehen die Mitglieder des Dienststellenausschusses natürlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
für das Team,

Jürgen Kellner

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Jürgen Kellner

Dienststellenausschuss Lehrende an der PH Wien

Vorsitzender

Ernennungserfordernisse für PH 2

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst hat eine Übersicht für die Ernennungserfordernisse für PH 2 ausgesandt. ErnennungserfordernissePH2 (Uebergangsregelung) pdf download.

Die Regelung klärt zwar einiges in Bezug auf gerechtere  Entlohnung.  Anzumerken bleibt, dass es  noch keine Klarheit über die erforderlichen Publikationen (was wird gewertet?) und insgesamt zu wenige Dienstposten gibt.

Personalvertretungswahl – was ist das?

WAS KANN ICH …

… bei der Personalvertretungswahl (PV Wahl) am 26. Und 27. November mit meiner Stimme beeinflussen?

von Christian Sevcik

Wahl für den Dienststellenausschuss (DA)

Es gibt insgesamt 14 Pädagogische Hochschulen (öffentliche und private) und an jeder PH gibt es einen eigenen Dienststellenausschuss. Mit deiner Wahl beeinflusst Du die fraktionelle Zusammensetzung dieses Gremiums. Die Verhandlungsebene des DA ist auf Höhe der Dienststellenleiterin (Rektorin) begrenzt. Erfordert die Situation Verhandlungen mit dem Ministerium (= übergeordnete Dienststelle), muss der Fall an den Zentralausschuss abgegeben werden. Der DA ist ein Kollegialorgan. Beschlüsse können nur mit Stimmenmehrheit gefasst werden. An der PH Wien werden heuer erstmalig acht Mandate vergeben.

Wahl für den Zentralausschuss (ZA)

Der Zentralausschuss ist dem Dienststellenausschuss übergeordnetes Gremium. Aufgabe des ZA ist die Behandlung von dienststellenübergreifenden Angelegenheiten. Die Verhandlungsebene ist auf Höhe des Ministeriums. Hier werden Verhandlungen wie z.B. über das Dienstrecht und Hochschulgesetz geführt! Beschlüsse können nur mit Stimmenmehrheit gefasst werden. Derzeit besteht der ZA aus vier FCG und einem FSG Mandat. Ab der PV Wahl 2014 wird es im ZA sechs Mandate geben, die fraktionell aufgeteilt werden.

Wahl für den Gewerkschaftlichen Betriebsausschuss (GBA)

An der PH Wien wird das Wahlergebnis des Dienststellenausschusses auf die Gewerkschaftswahl umgelegt (keine eigene Wahl). Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen können auf allen Ebenen außerhalb des PVGs intervenieren.

WICHTIG: Mitverwendete und dienstzugeteilte Lehrerinnen und Lehrer haben sowohl an Ihrer Stammschule als auch an der PH das aktive Wahlrecht für den DA und ZA!!!

Nutze deine Stimme, damit wir Nachbesserungen im Dienstrecht durchsetzen können.