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Widerstand lohnt sich … Gelegenheit dazu gibt es genug

Die Verhandlungen der PRO-GE und GPA-djp haben gezeigt: Widerstand lohnt sich!
Hier die Ergebnisse im Detail zum Nachlesen 

Wieviel anders agiert hier die GÖD. Es gilt schon als Erfolg, wenn nach mehreren Jahren Stillhaltens die Inflationsrate abgegolten wird. 2,02% Gehaltserhöhung sind außer Streit, jubeln die konservativen Gewerkschafter. Wir werden ja sehen, ob die nächste Verhandlungsrunde am 20. November hier noch mehr bringt.

Schön wäre aus meiner Sicht natürlich, wenn da zusätzlich zu Gehaltsverhandlung auch noch Verhandlungen zu den Rahmenbedingungen angestrebt würden. Unser Dienstrecht ist ja leider nicht auf die Arbeitssituation und Anforderungen der Aufgaben einer PH abgestimmt. Kein Wunder, wurde das Dienstrecht auch zu einem Zeitpunkt beschlossen als die Aufgaben der PHs noch überhaupt nicht klar waren. Hier braucht es Nachbesserungen und Anpassungen. Dafür wäre allerdings die Fachgruppe in der GÖD zuständig.

Widerstand lohnt sich! Wir laden daher ein:

Vertragssituation – Autonomie – Urlaubsanträge

In der im Anschluss an die Eröffnungskonferenz des heurigen Studienjahres abgehaltenen Informationsveranstaltung wurden seitens der MitarbeiterInnen Wünsche und Problempunkte artikuliert. Die FSG hat diese aufgegriffen und arbeitet an folgenden Themen:

  • Die Ankündigungen, die PHs in eine noch nicht näher definierte Autonomie zu entlassen, erfordert eine intensive Auseinandersetzung und auch Diskussion, damit in diesem Prozess auch die Sichtweise der MitarbeiterInnen berücksichtigt wird. Welche Chancen, aber auch welche Risken bergen die mit der Autonomie verbundene Organsationsentwicklung? Unsere GBA – Fraktion arbeitet derzeit an der Vorbereitung einer Veranstaltung dazu in Zusammenarbeit mit den KollegInnen aus dem DA und ZA, die dazu führen soll eigene Visionen zur Autonomie aus Sicht der MitarbeiterInnen zu entwickeln.
  • Bei der letzten Dienstbesprechung wurde uns mitgeteilt, dass das Ministerium eine Reduktion der Dienstzuteilungen vorgegeben hat. Dies ist prinzipiell kein neues Vorhaben und grundsätzlich begrüßenswert, da es dadurch zu klareren Dienstverhältnissen kommt. Dienstzuteilungen waren immer nur als befristete Überbrückungen und ergänzend gedacht, haben jedoch über die Jahre zu einer beträchtlichen Schieflage in den Anstellungsverhältnissen geführt. Anstelle von direkten Anstellungsverhältnissen (StammlehrerInnen) sind nun bereits fast 50% der an der PH tätigen Personen dienstzugeteilt. Ziel ist es, die Dienstzuteilungen schrittweise in ein direktes Anstellungsverhältnis an der PH umzuwandeln. Dies betrifft vor allem PH2 Stellen. Die FSG (GBA,DA,ZA) ist dabei die relevanten und vor allem aktuellen Infos zusammenzustellen. Ein Informationsschreiben des DA zur grundsätzlichen Information der MitarbeiterInnen wird demnächst ausgesandt.
  • Der GBA führt auf Initiative der FSG -Mitglieder derzeit intensive Gespräche zur Verbesserung der Urlaubsantrags- und vor allem Genehmigungsregelung. Ziel ist es, zur besseren individuellen Planung eine Möglichkeit zu schaffen, Urlaubsanträge im Umfang von bis zu 5 Tagen bereits vor der Stundenplanerstellung für das gesamte Studienjahr bewilligt zu erhalten.

Stellungnahme der GÖD zur Dienstrechts-Novelle 2016

Das Dienstrecht für Beamte soll novelliert werden – dazu gibt es seitens der GÖD eine Stellungnahme (pdf download: GÖD-Info DRN 2016.) Dies betrifft zwar alle Beamten, egal wo diese für den Bund tätig sind aber einzelne Passagen sind durchaus speziell für LehrerInnen relevant. z.B.:

Freistellung von der Unterrichtsverpflichtung für Ausbildungen
erreicht
§ 7 Abs 5 und 6 LVG und § 7 Abs. 5 und 6 LLVG
Damit Lehrpersonen, die ihre Ausbildung neben ihrer Lehrtätigkeit zu absolvieren haben, der Besuch von Lehrveranstaltungen an der Pädagogischen Hochschule ermöglicht wird, kann eine bezahlte Freistellung von der Unterrichtsverpflichtung von bis zu 22 Wochen oder höchstens 110 Tagen gewährt werden.

2.GBA Sitzung

Termin: 16.11.2015

Für die Information der KollegInnen wurde im Intranet der PH ein eigener Bereich eingerichtet, wo Dokumente für alle KollegInnen einsehbar abgelegt werden.
Zusätzlich gibt es einen weiteren Bereich für interne Papiere des GBA, die nur den GBA Mitgleidern zugänglich sind.

Für die Kontaktaufnahme mit dem GBA gibt es nun die Mailadresse: gba@phwien.ac.at

Bei Problemen bei Anträgen von  PH 3 MitarbeiterInnen auf Ausgleichszulage für PH2 gilt es ALLE Unterlagen des Einreichverfahrens einzuholen und an den ZA weiterzuleiten. Dieser urgiert dann im bmbf.

Problem: Mangelnde Klarheit bei der Durchführung von Freistellung für Seminare, die nicht im Arbeitspaket klar definiert sind. Hier wird derzeit immer verlangt, dass die MA Erholungsurlaub nehmen. Problem soll konkretisiert werden und ev. Maßnahmen seitens GBA überlegt werden.

DA Aussendung 26.1.2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem zum aktuellen Zeitpunkt die Mitarbeiter/innengespräche stattfinden, auf deren Basis dann die Dienstpflichten verschriftlicht werden, schicken wir nochmals die Unterlagen des Zentralausschusses im Anhang mit.

Zusammenfassend möchte der DA auf folgende Punkte verweisen:

  • Die Aufgaben (Dienstpflichten) von Hochschullehrpersonen an der Pädagogischen Hochschule sind in einem mehrgliedrigen Verwendungsbild im Gesetz (BDG) festgeschrieben, welches folgende Punkte umfasst:

Dienstpflichten

  • 200d. (1) Die Hochschullehrperson hat zur Erfüllung aller der den Pädagogischen Hochschulen gemäß § 8 Abs. 1 bis 6 und 8 Hochschulgesetz 2005 übertragenen Aufgaben beizutragen und die sich daraus ergebenden Obliegenheiten wahrzunehmen.

(2) Nach Maßgabe ihrer Qualifikation und der Beauftragung hat sie insbesondere

  1. Lehrveranstaltungen (einschließlich solcher unter Einbeziehung von Formen des Fernstudiums und elektronischen Lernumgebungen) sowie Prüfungen abzuhalten,
  2. Aufgaben in der wissenschaftlich-berufsfeldbezogenen Forschung zu erfüllen,
  3. Studierende zu beraten und, insbesondere bei der Abfassung von Bachelorarbeiten, zu betreuen,
  4. an Organisations- und Verwaltungsaufgaben, einschließlich der Evaluierung und Qualitätssicherung, mitzuwirken,
  5. Bildungsangebote zu entwickeln und zu betreuen und
  6. Schulentwicklungsprozesse zu begleiten.
  • Das heißt, die Aufgaben sollten in mehreren Bereichen festgeschrieben werden.
  • Für die quantitative Festlegung im Bereich Lehre gilt PH1: 160-480 LV-Stunden (5-15 SWSt), PH2/3: 320 – 480 LV-Stunden (10-15 SWSt).
  • Im Bedarfsfall darf diese Zahl überschritten werden, dies sollte aber keinesfalls die Norm sein: PH1 bis 544 LVSt. (17 SWSt), PH2/3 bis 640 LVSt. (20 SWSt).
  • Die Vollbeschäftigung wird nicht ausschließlich über den Einsatz in der Lehre definiert, sondern aus der Summe aller Arbeitsaufgaben.

Für Fragen stehen die Mitglieder des Dienststellenausschusses natürlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
für das Team,

Jürgen Kellner

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Jürgen Kellner

Dienststellenausschuss Lehrende an der PH Wien

Vorsitzender